Was treiben wir so den ganzen Tag ?

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Katzen schlafen täglich mehr als 9 Stunden und fast ebenso viel Zeit verbringen sie mit dösen und putzen – und das zu allen Tag- und Nachtstunden. Eine liebe Gewohnheit ist das Nickerchen nach den Mahlzeiten, bei dem sie sich nur ungern stören lassen. So sprechen denn die Engländer, die diese Gewohnheit teilen, auch vom „catnapping“, dem Katzenschlaf. Schier unerschöpflich ist die Phantasie der Hersteller von kuscheligen Schlafplätzen für die Katze. Da gibt es nichts, was es nicht gibt: plüschige Telefonzellen, Mülltonnen, Mäuse etc. Doch muß so mancher Katzenliebhaber nach der Anschaffung feststellen, daß er das Geld umsonst ausgegeben hat und seine Katze lieber in einem alten Pappkarton döst und schläft.

Da Katzen sich ihren Ruheplatz nicht vorschreiben lassen und selbst entscheiden, wann und wo sie schlafen, sollten Sie zunächst nicht zuviel in einen Schlafplatz investieren. Der Transportkorb oder ein ganz normales Körbchen sind anfangs völlig ausreichend. Sie müssen aber so groß sein, daß sich die Katze auch dann noch darin recken und strecken kann, wenn sie ausgewachsen ist. Als Einlage für das Körbchen sind weiche Kissen mit abnehmbaren Bezügen oder waschbare Wolldecken am besten geeignet. Stellen Sie das Körbchen an einen zugfreien, ruhigen Platz, aber verbannen Sie es nicht in eine dunkle Ecke.

Auch beim Schlafen und Dösen möchte die Katze nämlich mitbekommen, was um sie herum geschieht. Am schönsten findet sie es wenn der Schlafplatz erhöht ist, damit sie ihre Umgebung ungehindert beobachten kann. Zwischendurch wird sich Ihre Katze jedoch immer wieder einmal einen neuen Schlafplatz suchen. Das kann der Sessel sein, auf dem Sie am liebsten sitzen, ein Korb mit frisch gebügelter Wäsche, ein Fach im Kleiderschrank, ein Regal oder Sideboard. In der Nacht kuschelt sie sich besonders gern auf dem Kissen oder am Fußende Ihres Betts.

Ein beliebter Kuschelplatz ist auch der Stuhl am Eßtisch, sofern die Decke lang genug herunterhängt. Zu den Lieblingsplätzen fast jeder Katze gehört auch die Fensterbank. Da kann sie in aller Ruhe dösen, sich putzen und Vögel, Menschen, Autos etc. beobachten. Achten Sie aber darauf, daß es nicht zieht und die Fenster geschlossen sind.

Zu einer gefährlichen Falle können gekippte Fenster werden. Sie haben schon so mancher Katze, die eben noch friedlich döste und dann plötzlich einen vorüberfliegenden Vogel entdeckte, das Genick gebrochen.

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