Wurmkur bei der Katze – die 4 wichtigsten Parasiten

Für die meisten ein unappetitliches, aber doch sehr wichtiges Thema- der Wurmbefall. Bei den Tieren häufig anzutreffen, stellt er ein unsichtbares Problem dar, welches unsere kleinen Fellknäuel belastet. Wie erkennt man einen Wurmbefall und was tut man dagegen?
Die Katze wird von vier verschiedenen Wurmarten befallen:

1. Spulwürmen und Hakenwürmern (Darmparasiten)
2. Bandwürmer
3. Herzwürmer
4. Lungenwürmer

Jeder Wurm hat seine eigenen ,,Präferenzen“. Heisst, dass sich die unterschiedliche Arten an verschiedenen Stellen des Körpers ansiedeln können (auch Darmparsiten unterscheiden sich untereinander). Entsprechend sind auch die Symptome, wobei auch Darmwürmer Störungen in der Lunge hervorrufen können (die Larven dieser Arten können im Körper auf Wanderschaft gehen).

Prinzipiell treten beim Wurmbefall am häufigsten folgende Symptome auf:
– Durchfall und/oder Erbrechen
– Gewichtsverlust trotz gleichbleibendem Fressverhalten
– bei Kätzchen der sog. ,,Ascaridenbauch“ (aufgebläht)
– Stumpfes Fell
– Schlitten fahren
– Reiskornartige Würmer im Kot
-Anämie (Blutarmut, tritt bei Hakenwürmern auf), äußert sich in blassen Schleimhäuten
– unter Umständen Husten und verringerte Aktivität bei Herz- und Lungenwürmern

Fallen Ihnen diese Symptome auf, sollten Sie beim Arzt eine Wurmkur durchführen lassen. Gegen Spul- und Hakenwürmer werden Pyrantel, Milbemycinoxim oder Selamectin eingesetzt, gegen Bandwürmer Praziquantel und Epsiprantel. Zu beachten ist dabei, dass nicht alle Medikamente für kleine Kätzchen geeignet sind (z.B. belastet Selamectin den Körper zu stark, als dass er Jungtieren verabreicht werden könnte).

Freigängerkatzen sind besonders gefährdet, diese sollten alle drei Monate entwurmt werden. Wohnungskatzen müssen nur jedes halbe Jahr zum Arzt.

WIE INFIZIEREN SICH KATZEN MIT WÜRMERN?
Spulwürmer können bereits über die Milch an Kätzchen weitergegeben werden; erwachsene Tiere infizeiren sich über Kot. Bandwürmer reisen mit Flöhen mit und gehen auf den Tierkörper über, wenn Flöhe abgeschluckt werden. Hakenwürmer sind besonders gefährlich, da sie nicht nur oral (über den Mund) aufgenommen werden, sondern zudem durch die Haut in den Körper gelangen können. Lungenwürmer werden mit Nagetieren aufgenommen und wandern über den Blutweg in die Lunge; Herzwürmer gelangen durch Mückenstiche in den Körper, wo auch sie über das Blut in das Herz gelangen.

Wichtig zu wissen ist, dass auch Wohnungskatzen nicht von einer Infektion ausgeschlossen sind! Wurmeier sind sehr robust und können beispieslweise über Schuhe in die Wohnung getragen werden. Weitere Risikofaktoren sind rohes Fleisch und besagte Mücken.

SIND WÜRMER FÜR DEN MENSCHEN GEFÄHRLICH?
Definitiv. Vor allem der Fuchsbandwurm (findet sich in der Wildnis in Nagetieren, die von Freigängerkatzen gefressen und so ins Haus gebracht werden kann) stellt eine ernste Gefahr dar, denn es ist praktisch unmöglich, ihn zu eliminieren. Die anderen Wurmarten rufen Symptome wie Erbrechen und Durchfall, Juckreiz der Haut und Abmagerung hevor, sind in der Regel aber gut zu behandeln.

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